“Ein Künstler erreicht nie sein Ziel, er wandert von Station zu Station“, sagt der Eberbacher Künstler Armin Stähle, dessen leidenschaftliche, suchtartige Liebe zum Malen sein ständiger Antrieb war. Das gleichzeitige Aufzeigen von Innerlichkeit und Äußerlichkeit, Abstraktion und Konkretisierung gegeneinander in Einklang zu bringen, kennzeichnet sein umfassendes Lebenswerk.
2018 resümiert die Berliner Kunsthistorikerin Leslie Dachselt, M. A. (Brücke-Museum Berlin): „Armin Stähle ist ein Künstler, der Gegensätze in sich vereint. Zum einen komponiert er akribisch, fast schon pedantisch seine Werke, zum anderen ist er sehr spontan, expressiv und lässt sich zu schnellen, fast flüchtigen, aber atmosphärisch dichten Skizzen inspirieren. In vielen seiner farbstarken Ölbilder scheint er beide Arbeitsweisen meisterhaft zu vereinen: geometrische Elemente und Linien strukturieren die Gemälde, unterteilen sie, geben Halt oder lösen voneinander. Gleichzeitig werden diese starren komponierten Gliederungen aufgebrochen durch lockere portraitähnliche Konturen, die verdeutlichen, dass der Mensch in all seinen Facetten stets das Zentrum von Stähles Schaffen ist.“
Am 2. Januar 1939 wird Armin Stähle als Ältester von drei Geschwistern in Eberbach geboren. Seine Eltern betreiben ein Haushaltswarengeschäft in der Bahnhofstraße 28.
Der Vater wird zu Kriegsbeginn eingezogen, sodass Stähle zunächst mit seiner Mutter und Großmutter aufwächst. Bereits vor der Einschulung beginnt er zu malen und zu zeichnen; erste „Werke“ werden zu seinem Vater in die Gefangenschaft geschickt. Die umtriebige Atmosphäre und die Räumlichkeiten des Geschäftshauses mit angrenzendem Warenlager sind für den Aufwachsenden prägend.
Nach der „Volksschule“ wechselt er auf das Eberbacher Gymnasium. Stähles Leidenschaft für die Malerei ist längst stark ausgeprägt. Nächtelang steht er vor der Staffelei und malt. Der Sechzehnjährige schreibt in sein Tagebuch: „Male nachts „Flucht vor dem Krieg“ äußerlich vielleicht schwer verständlich, aber innerlich jeder Strich hart begründet und bestimmend für Seele, Kraft und Form“. Seine „vorzüglichen Leistungen im Kunstunterricht“ werden 1955 und 1956 mit Preisen ausgezeichnet. Ein Jahr später verlässt Armin Stähle das Gymnasium mit dem jetzt unbändigen Wunsch bildender Künstler zu werden.
Er absolviert eine dreijährige Ausbildung zum Maler und Schriftenmaler und schließt diese 1960 als Jahrgangsbester ab. Parallel zur Lehrzeit belegt er Fernkurse für „freie und angewandte Zeichenkunst“ sowie für „Gebrauchs- und Werbegrafik“.
Künftig sichern Aufträge für die Gestaltung von Firmenlogos und Werbeanzeigen seinen Lebensunterhalt. Es folgen Buchillustrationen und Plattencover-Entwürfe.
In diesem Zusammenhang betraut 1976 Bürgermeister Horst Schlesinger den heimatverbundenen Künstler mit der Neugestaltung des Eberbacher Stadtwappens. Nach intensiver Recherche und Auseinandersetzung mit dem Thema, entwirft Stähle ein reduziertes, zeitloses Design. Das Ergebnis hat bis heute unveränderten Bestand.
Von 1961 – 1964 folgt das Studium an der Kunstschule Mannheim, der Werkkunstschule Offenbach und an der Städelschule in Frankfurt am Main. Während dieser Zeit ist Armin Stähle an Ausstellungen in Caen/Frankreich und beim Symposium der Künste in Mannheim vertreten. Beim Plakatwettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erhält er den ersten Preis.
1964 unternimmt der junge Künstler erste Studienfahrten nach Paris und Holland.
In Rotterdam besucht er die bedeutende, von Ossip Zadkine geschaffene, Bronzeplastik „Die zerstörte Stadt“ und ist von derer expressiven Formen und Ausdruckskraft sehr beeindruckt. Zadkine kam die Idee zu der 6,50 Meter hohen Plastik bei einer Zugfahrt durch das im zweiten Weltkrieg völlig zerstörte Rotterdam.
Bei einem späteren Zusammentreffen mit Ossip Zadkine im Karmeliterkloster Frankfurt, hat Stähle Gelegenheit, ihn und einen Teil seiner Skulpturen zu fotografieren.
Während des Holland-Aufenthalts skizziert der Zeichner fast pausenlos und sieht zum ersten Mal das Meer. Er schreibt „Ein kolossaler Eindruck, eine unbeschreibliche, gewaltige Schönheit, das Meer, das Meer, das Meer“. Mit leichter Hand entstehen fünf mit „Holland“ betitelte Aquarelle. Diese sind, zusammengefügt als Leporello, erstmals 2018 im Museum Eberbach öffentlich ausgestellt.
Später wird der bildende Künstler über die Aquarellmalerei schreiben: “Für mich gibt es im Aquarell das farbintegrierte Weiß des Papiers. Weiß als Farbmaterie in dieser Technik widerstrebt mir einzusetzen, weil es den spezifischen Aquarellcharakter verdirbt. Aquarell ist für mich ein farbiges Geschehen, das größtenteils durch übereinander und auch nebeneinander gemalte Farbflecken seine unverwechselbare Wirkung neben anderen Maltechniken behauptet. Der „trockene“ Farbauftrag steht für mich gleichberechtigt neben dem fließenden Nassauftrag . . . Eine Vorzeichnung beim Aquarellieren widerstrebt mir, weil das Aquarell etwas von der Farbskizze hat, besonders beim Bildauftrag . . .“
1964 heiratet Armin Stähle seine Frau Anita, 1965 kommt Sohn Roland zur Welt. Inzwischen beginnt der Familienvater ein Studium zum Fachlehrer für Werken und musische Gestaltung.
Danach unterrichtet Stähle bis 1996 an der Realschule Eberbach. Mit großem Engagement bringt er vielen Schüler-Generationen die Kunst näher, ob im Unterricht, der nicht selten durch einen theatralischen Vortrag eines Christian-Morgenstern-Gedichtes bereichert wird, in Arbeitsgemeinschaften oder bei schulischen Veranstaltungen.
1967 wird Sohn Urs geboren, und die junge Familie zieht in ein eigenes kleines Haus.
Jetzt hat der vielseitige Künstler ein weiteres Ausdrucksmittel, die Druckgrafik, für sich entdeckt. Nach zunächst erstellten Lithografien, für deren Ausführung er eine Mannheimer Lithographie-Werkstatt aufsuchen muss, hält er bald die Radierung für besser geeignet, um mehr ins Detail gehen zu können und umfangreichere Gestaltungsmöglichkeiten zu erhalten. Stähle richtet seine erste Radierwerkstatt in einem nahe gelegenen gemieteten Keller ein, bald darauf wird dafür die hauseigene Garage umfunktioniert.
Die Radierkunst fasziniert ihn so sehr, dass hauptsächlich von 1968 – 1976 über 400 Radierungen entstehen, darunter die Mappenwerke „120 Tage des Maquis de Sade“ und „Wutachblätter“. Meistens druckt der Künstler bewusst in kleiner Auflage, vereinzelt gibt es nur ein oder zwei Abzüge.
Hans Gerke schreibt in Stähles 1977 erschienenem Katalog: „. . . Ich glaube ich muss es doch sagen, ich kenne zumindest in unserer Gegend keinen besseren Radierer als Armin Stähle. Wer ihn je bei der Arbeit zugesehen oder erlebt hat, wie er andere in die diffizile Kunst des Umgangs mit Nadel und Presse eingeweiht hat, den faszinierte, wie intensiv und individuell das Verhältnis ist, das diesen Künstler mit seinem Metier verbindet.“
1970 findet eine Einzelausstellung im Kunstverein Heidelberg mit Radierungen, Aquarellen und Acrylbildern statt. 1973 folgt dort die Beteiligung an der Ausstellung „Kupferstich – Radierung“. Stähle beginnt ebenfalls im Kunstverein Heidelberg mit dem Aufbau einer Radierwerkstatt und gibt Kurse über diese Druckgraphik.
Mit der Überschrift: “Experimentierfeld der grafischen Verdichtung“ beschreibt Thomas Hirsch am 09. Oktober 2004 in den „Neuesten Badischen Nachrichten“ die Arbeiten Stähles. Über die Radierung schreibt er u. a.: „Der Eberbacher Künstler Armin Stähle, der mit seinen Arbeiten ein Einzelgänger innerhalb der Kunst in Baden ist, gehört vor allem zu den herausragenden Zeichnern und Radierern der mittleren Generation. Dies belegen schon die drei Zustände der Strichätzung „Parkett A“, die sich über die Druckgrafik-Stiftung Lütze in der Raststatter Sammlung befinden . . .“
Obwohl bei Armin Stähles künstlerischem Schaffen über einen längeren Zeitraum die Radierung dominiert, stehen in seinem Gesamtwerk rückblickend die Gemälde im Mittelpunkt. Erste Einzelausstellungen mit Ölbildern hat er bereits 1968, die erste Einzelausstellung im Ausland findet 1969 in London statt. Das im selben Jahr entstandene Werk „Schablonenparty“ (Acryl auf Leinwand) wird 1993 von der Städtischen Galerie Rastatt erworben.
1985 steht der Umzug in ein neues Haus mit einem größeren Atelier an. Sein jüngerer Bruder Manfred Stähle, als selbstständiger Architekt tätig, übernimmt erneut die Planung.
Endlich wird der langgehegte Wunsch des Künstlers, großformatiger malen zu können, möglich.
Armin Stähle radiert weniger und schließt mit der Acrylmalerei ab. Die Ölmalerei steht wieder im Vordergrund. In seinen Aufzeichnungen ist zu lesen: “Die Ölfarbe wirkt sinnlich. Das Gefühl des Malers wird von der besonderen Materialbeschaffenheit dieser Farbe, aber auch der Grundierung besonders intensiv herausgefordert. Die Art des Auftrages, die Handhabung der Farbe, die fast unendliche Veränderbarkeit von Farbflächen, bestimmen auch die Wirkung des fertigen Werkes. Von dekorativen bis zu veristischen Wirkungen sind Darstellungslösungen materialentsprechend. Ich versuche häufig diese Skala gleichzeitig nebeneinander zur Kontrastierung und Ausdruckssteigerung auszunutzen. Abstraktion und Konkretisierung versuche ich gegeneinander in Einklang zu bringen. Ölmalerei lässt sehr leicht auch den Grad der Leidenschaft beim Malen erkennen. Gerade in dieser traditionellen Technik kann Innerlichkeit und Äußerlichkeit miteinander und gegeneinander zu einem spannenden Wechselspiel werden . . .“
Seit 1988 hält sich Armin Stähle regelmäßig in Südtirol auf. Er verbringt viel Zeit im Diözesanmuseum Brixen, um dort die mittelalterlichen Madonnen aufzusuchen. Fasziniert von der vielfältigen Ausdruckskraft dieser Holzskulpturen, skizziert er diese umfangreich. Stähle fasst den Entschluss, sich mit den entstandenen Skizzen auseinander zu setzen, noch stärker in das Thema Madonna, Frau, Mutter-Kind einzudringen und das sichtbar zu machen, was ihn bewegt.
1993/94 entsteht der Madonnenzyklus, 12 Bildwerke 100 x 100 cm groß, gemalt in Öl auf Leinwand-Holztafeln.
Diese Gemälde werden 1998 in der „Engelsburg“ des Klosters Neustift bei Brixen in Südtirol ausgestellt.
In der Eröffnungsrede sagt Leo Andergassen: “Armin Stähles Madonnen treten aus einer stilistisch begründeten Chronologie heraus und nehmen das auf, was im Blick des Künstlers zum Urzug der Madonna gehört . . .“
2002 wird der Madonnenzyklus auch in der Evangelischen Michaelskirche in Eberbach gezeigt und weckt das Interesse vieler Besucher. Das Museum Eberbach stellt zeitgleich Gemälde und Zeichnungen Stähles aus. Im März 2013 dienen „Madonna Brixen“ und „Madonna Taufers“ für Dekan Leytz als Vorlagen für seine Passionsandachten in der Evangelischen Michaelskirche.
Eine wesentliche Eigenschaft des Malers ist seine Liebe zur Literatur und Musik. Bei privaten Zusammenkünften rezitiert er, mit großer Mimik und seinem ureigenen Humor, Gedichte oder unterhält sich angeregt über breite Themenbereiche. Mit langjährigen Freunden trifft er sich zu gelegentlichen Free-Jazz-Sessions.
Die spontane Improvisation, die Variation eines Themas, verbunden mit einer intensiven, sich stetig verändernden Rhythmik sind die vorherrschenden Stilmerkmale des Jazz. Diese Elemente setzt Armin Stähle immer stärker in seiner Bildsprache um. Die Lebensgeschichten der Musiker, deren Seelenzustände bestimmen die Motivwahl. In der legendären Münchner „Unterfahrt“ werden Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen gezeigt. Der Eberbacher Künstler pflegt Kontakte zur Münchner Jazz-Szene und startet für den schwer erkrankten Saxophonisten Bobby Jones eine erfolgreiche Spendenaktion.
Der Musik-Enthusiast besucht unzählige Jazzkonzerte und setzt die erlebte Musik unmittelbar um. Ob bei Veranstaltungen in Eberbach oder 1996 im New Yorker Jazzlokal „Visions“ bei einem Auftritt des Chico-Freeman-Quartetts entstehen Jazzskizzen, „Jazzskripte“, Jazzportraits.
Die besondere Wertigkeit der Skizze für Stähle verdeutlicht folgendes Zitat: “Die Skizze bedeutet für mich das schnellste und spontanste zeichnerische Ausdrucksmittel. In wenigen rhythmischen bewegten Linien beschreibe ich das für mich Wesentliche eines Motives. Das bewusste Denken weicht weitgehend dem instinktiven Wahrnehmen und Zeichnen. Die Schnelligkeit, mit der das Skizzieren abläuft, trägt ebenfalls zum unmittelbaren sich ausdrücken und individueller Sehweise entscheidend bei. Außerdem wird die eigene Handschrift des Künstlers in ursprünglicher Weise sichtbar . . .“
Viele Jahre ist Armin Stähle freier Mitarbeiter des Fachmagazins „Jazzpodium“, das zur Illustration seiner Artikel regelmäßig Zeichnungen von ihm veröffentlicht. In der Aprilausgabe 1997 wird „Blues with Helen“ aus der Jazztriologie als Titelbild des Fachmagazins ausgewählt. Die aus drei Siebdrucken bestehende Mappe wurde zuvor von der Kulturstiftung des Rhein-Neckar-Kreises aufgelegt. Die farbigen Blätter zeigen jeweils Portraits vieler Jazzgrößen, die zu einem Gesamtbild montiert sind.
Bereits 1990 sagt Professor Dieter Lincke über Stähles Zeichnungen: „…Und es gibt die großen Zeichnungen, in denen die Prinzipien seiner Kunst am klarsten zu Tage treten. Es sind Liebeserklärungen eines Zeichners an sein Metier. Dem Betrachter bereitet es intellektuelle und sinnliche Freude, all den zeichnerischen Erfindungen und Formvariationen nachzuspüren, wie Figuren verändert werden, wie sich Form und Bildgrund wechselseitig durchdringen, wie die Linie abwechselnd beschreibende und autonome Funktionen übernimmt.“
Eine weitere Inspirationsquelle ist für Stähle die klassische Musik. Nach ausgiebigen Studien über Franz Schuberts „Winterreise“, setzt er den Liederzyklus in 24 Tusche-Federzeichnungen um. Diese werden ebenfalls von der Kulturstiftung des Rhein-Neckar-Kreises als Mappe im Offset-Druck aufgelegt und 1997 zur Eröffnung des Kommandantenhauses Dilsberg ausgestellt.
Anschließend wird die „Winterreise“ während der „Schubertriade“ im Schloss Schwetzingen, im Stadttheater Duisburg und an einem Schubertabend der Kunstfreunde in Eberbach gezeigt.
1999 bekommt Armin Stähle eine Einladung zum Pariser „Salon d‘ Automne“ und ist mit „Just friends“ (Öl auf Leinwand) vertreten.
Inzwischen ist der Künstler körperlich stark beeinträchtigt. Letztmalig kann er im Mai 2002 bei der ersten Eberbacher „Jazz-Mee“-Veranstaltung seine „Jazzmitzeichnungen“ ausführen.
2003 wird die immer weiter fortschreitende Lähmung des Körpers als ALS, eine nicht heilbare Erkrankung des motorischen Nervensystems, diagnostiziert.
Eine seiner letzten Arbeiten, entstanden im März 2004, ist ein Bildband mit humorvollen Zweizeilern und Zeichnungen für seine beiden Enkelkinder Hannah und Luka.
Nachdem der Maler und Zeichner auch seine Hände nicht mehr bewegen kann, bleibt ihm als einzig verbleibendes Ausdrucksmittel nur noch das Sprechen. Es entstehen zwei CDs mit Rezitationen vieler Gedichte. Stähle wählt Werke von Julius Sturm, Friedrich Hebbel, Nikolaus Lenau, Robert Walser, J. W. v. Goethe, Georg Trakel und Christian Morgenstern aus. Danach produziert sein Sohn Roland eine weitere, abschließende CD mit acht eigenen Gedichten seines Vaters, die er jetzt mit Hilfe einer Atemmaske einsprechen muss. Der Titel lautet „Tapirnot“
Die Kulturstiftung des Rhein-Neckar-Kreises unter dem Vorsitz von Landrat Dr. Jürgen Schütz widmet 2004 Armin Stähle zum 65. Geburtstag eine Retrospektive im Kommandantenhaus Dilsberg. Hier zeigt sich der Künstler zum letzten Mal in der Öffentlichkeit.
Armin Stähle zeichnet und malt aus seinen Emotionen heraus. Immer mit einem Notizblock und Pfeife gewappnet, ist er ein Seismograph, der alles aufnimmt und aufzeigen muss. Als Künstler nicht selten mit Selbstzweifeln konfrontiert, treiben ihn sein ausgeprägter Perfektionismus oft an die Grenzen seiner Kräfte, bis er den eigenen hochgesteckten Ansprüchen gerecht wird. Sein Schaffen umfasst eine große Bandbreite. Im Besonderen bei den Gemälden bleibt trotz vieler immer wieder neu zu entdeckender Details und des meist längeren Entstehungsprozesses, ein klares, direkt wirkendes Erscheinungsbild erhalten. Die Ausdruckskraft der Werke ist sowohl beim ersten Anblick, als auch bei der weiteren Auseinandersetzung auf den Betrachter spürbar. Stähle drückt seine Wahrnehmung über Menschen, Themen, Stimmungen in seiner ganzen Vielschichtigkeit, losgelöst jeglicher Schranken, aus.
Armin Stähle ist am 9. August 2008 in Eberbach gestorben.
Roland Stähle, Eberbacher Geschichtsblatt 2019